GnuPG Pressemitteilung
Bernhard Reiter
bernhard@intevation.de
Wed Jun 20 10:11:02 2001
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Hallo Lutz und Peter,
On Wed, Jun 20, 2001 at 09:26:06AM +0200, Lutz Zolondz wrote:
> Werner Koch schrieb:
> Allerdings finde ich es bezeichnend, da=DF sich gerade dieser Fehler
> eingeschlichen hat: Wenn dies ein Projekt der GUUG war, finde ich es
> merkw=FCrdig, da=DF der Abschlu=DFbericht bei mir (Peter) h=E4ngenblieb u=
nd
> da=DF die Projektleitung zum Schlu=DF von Intevation im Auftrag von
> G-N-U durchgef=FChrt wurde (wobei die Finanzierung wesentliche Teile
> meiner privaten Reserven aufgebraucht hat).
Die GUUG ist zu kritisieren,
aber das bedeutet nicht, dass sie sowohl offiziell wie inoffiziell
von der Kommunikation ausgeschlossen werden durfte.
> > * Das Projekt nennt sich ohne Absprache GnuPP.
> Du warst es, der die Bezeichnung "GnuPG-Projekt" f=FCr das
> Meta-Projekt abgelehnt hat,=20
Das ist nicht korrekt, ich habe das auch immer aus verschiedenen
Gr=FCnden f=FCr keine gute Idee gehalten.
> Schlie=DFlich stellte Thomas Koester (Intevation)
> auf der Projektliste den Vorschlag "GnuPP" zur Diskussion, der uns sehr=
=20
> gefiel und gegen den niemand Einw=E4nde erhoben hat.
Auch der Vorschlag gef=E4llt mir und Intevation nicht,=20
was ich auch ge=E4ussert habe. Dieser Kritikpunkt bezieht sich aber auf
die Art, wie dies Entschieden wurde und ich schliesse mich der
Kritik voll an.
> > * GEAM als wichtiger Teil wird nicht erw=E4hnt.
>=20
> GEAM ist nicht wirklich ein Bestandteil des vom BMWi gef=F6rderten
> Projekts, in dem es um eine GUI und MUA-Plug-Ins - eben um
> Software f=FCr die Endanwender - ging.=20
GEAM ist f=FCr den Endanwender (z.B: Unternehmen) interessant.
Teil eines vern=FCnftigen Meta-Projektes w=E4res es auch jeden Fall.
> > * Sylpheed wird ebenfalls nicht erw=E4hnt.
>=20
> Auch Sylpheed ist eigentlich kein Gegenstand des vom BMWi
> gef=F6rderten Projekts, sondern eine Machbarkeitsstudie, die wir f=FCr
> die Pr=E4sentation im Februar durchgef=FChrt haben. Seitdem zeigen die
> Reaktionen der Benutzer, da=DF Sylpheed in der Windows-Umgebung keine
> Akzeptanz findet, sondern die Leute eigentlich Plug-Ins f=FCr
> existierende MS-Windows-E-Mail-Programme haben wollen.
:)
Das ist ein Scherz, oder?
Ich habe nichts dagegen Sylpheed nicht zu erw=E4hnen, aber die nicht
vorhandene Akzeptanz kommt wohl daher,=20
weil er noch nicht anst=E4ndig aufbereitet worden ist.
> > * Die angegebenen URLs zum Download der Software zeigen auf veraltete,
> > mit Sicherheitsproblemen behaftete und nicht funktionierende
> > Versionen.
>=20
> Die aktuellen Versionen befinden sich auf der CD. Bis jetzt sind wir
> noch nicht dazu gekommen, die Webseiten zu aktualisieren.
Das mit den Webseiten ist sehr schwach, wie mehrmals bem=E4ngelt.
Die Qualit=E4tskontrolle der Versionen auf der CD fand ausschliesslich durch
G-N-U statt. Ich kann nichts dar=FCber sagen.
> Ich halte es =FCbrigens weiterhin f=FCr eine gute Idee, die jeweils
> aktuelle Version auf dem FTP-Server durch einen Symlink zu
> kennzeichnen und von den Webseiten aus den Symlink anzulinken.
Stiftet mehr Verwirrung.
> > * Ungefragt meine Firma als Projektpartner in einer Art und Weise am
> > Ende der PM zu erw=E4hnen, die den Eindruck erweckt, die PM ist von
> > mir mitverfasst worden, ist eine Unm=F6glichkeit.
>=20
> Dieser Eindruck war nicht beabsichtigt. Beabsichtigt war, die am
> Projekt Beteiligten zu nennen.
Intevation ist anscheinend seit 4 Monaten nicht mehr am Projekt
beteiligt, sonst w=FCrden wir ja wissen, was vorgeht. Wissen wir aber nich=
t.
> > * Dem Leser wird der Eindruck vermittelt, es handelt sich um ein GNU
> > Projekt: GnuPG, GnuPP, GNU Privacy Assistant, gdata, gpg, G-N-U, GNU
> > GPL. Lediglich GnuPG ist ein GNU Projekt; diese Namen f=FCr eine noch
> > unzul=E4ngliche Software zu benutzen leistet dem GNU Projekt einen
> > B=E4rendienst
>=20
> Das sehen wir anders:
> - GPA ist bereits durch seine Versionsnummer eindeutig als "noch
> nicht fertig" erkennbar.
Das sollte deutlich angezeigt werden.
> - Das GNU-Projekt ist in der =D6ffentlichkeit viel zu wenig bekannt.
> Je =F6fter wir es erw=E4hnen, desto eher hat es eine Chance, da=DF
> sich irgendwann mal die Leute auch daran erinnern, wenn sie ihre
> n=E4chste "Linux-Distribution" kaufen.
Ich denke, da ist was dran, allerdings muss GNU im richtigen
Zusammenhang genannt werden.
> - Definitionsstreitigkeiten interessieren die =D6ffentlichkeit
> nicht. Nat=FCrlich k=F6nnen wir irgendwo zus=E4tzlich erw=E4hnen, da=
=DF
> GnuPG ein offizielles GNU-Projekt ist (und die anderen
> Teilprojekte dann naturgem=E4=DF nicht), aber meiner (Peter) Meinung
> nach erzeugt das vor allem Verwirrung.
Besser w=E4re es ein richtiges Meta-Projekt aufzusetzen und es zu
einem GNU-Projekt zu machen. Oder klar so sagen, dass es kein
offizielles GNU-Projekt ist. Es mag f=FCr viele nicht interessant
sein, aber f=FCr die wichtigste Zielgruppe: kompetente Hacker, schon.
> - Es wird gezeigt, da=DF die Freie-Software-Gemeinschaft in der Lage
> ist, in vorgegebener Zeit ein definiertes Ergebnis zu erzielen
> (mehr oder weniger). Auch das ist positiv f=FCr das GNU-Projekt.
Wenn G-N-U die bisherige Informationspolitik beibeh=E4lt und
es nicht schafft das Projekt zu einem offenen Freien Software-Projekt
zu machen, dann sehe ich den Erfolg stark gef=E4hrdet.
Bisher kann ich den Kurswechsel nicht erkennen.
> > Ich weiss nicht wer diese PM geschrieben hat,=20
> Das BMWi hat eine Anfrage an die G-N-U GmbH (de facto: Soquat an
> Zolondz) gerichtet. Auf meinen (Lutz) Vorschlag wurde der Auftrag
> von Linuxland abgewickelt. Lutz Zolondz ist f=FCr den Inhalt
> verantwortlich. Das BMWi (Soquat) erwartet zielgerichtete und
> ergebnisorientierte Abwicklung, keine wochenlangen Diskussionen =FCber
> die Formulierung eines Satzes, der den Ausdruck "GNU" enth=E4lt.
Die zielgerichtete Entwicklung sollte da sein,=20
aber das bedeutet nicht an den Partnern vorbeizuarbeiten.=20
Das ist in allen Gesch=E4ftsbeziehungen ein faux pas.
> Entweder wir versuchen, den politischen Einflu=DF, den wir zur Zeit
> noch haben, zu nutzen, oder wir lassen es sein und =FCberlassen
> TeleTrusT das Feld!=20
Dann legt ein Konzept vor und holt das Partner-Wissen rein.
> Lutz und Peter
Bernhard
--=20
Professional Service around Free Software (intevation.net) =
=20
The FreeGIS Project (freegis.org)
Association for a Free Informational Infrastructure (ffii.org)
FSF Europe (fsfeurope.org)
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-----BEGIN PGP SIGNATURE-----
Version: GnuPG v1.0.6 (GNU/Linux)
Comment: Weitere Infos: siehe http://www.gnupg.org
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